Öllein (Linum usitatissimum ) -
(Ingo Sander)

Anbaufakten:

  • wertvoller alpha - Linolensäurelieferant (Omega 3)
  • im Nahrungsmittel- und Industriebereich von Bedeutung
  • sehr gut als Mischfruchtpartner geeignet (Leindotter oder Sommergetreide)
  • einjährig
  • für leichte und mittlere Standorte geeignet
  • Hohe Wertschöpfung

Als Omega-3-Fettsäurespezialist, mit ca. 51% im fetten Öl, und Lieferant vieler Pflanzenbegleitstoffe ist Lein heute aus der gesunden Ernährung nicht mehr weg- zudenken. Allerdings machen seine geringe Konkurrenzkraft und lange Anbaupausen, den Anbau nicht gerade einfach.

Anbau:

Als Standort kommen leichte bis mittlere Böden in Frage. Die Saat kann nach der Winterfurche oder auch nach Sommerfurche erfolgen.
Die Aussaat kann mit herkömmlicher Drilltechnik erfolgen. Je nach Saatgut werden 23- 25 kg / ha benötigt. Als vorteilhaft hat sich ein Reihenabstand von ca. 12-15 cm erwiesen,
Ein Striegeln im Vorauflauf ist ratsam. Sobald aber die ersten Keimblätter aus dem Boden stoßen, sollte mit dem Striegeln ausgesetzt werden. Die Bestände schließen sehr langsam und sind im allgemeinen sehr kunkurenzschwach gegenüber Beikräutern.
Hier hat sich im Ökologischen Anbau besonders Leindotter (Camelina sativa) bewährt. Leindotter gibt dem Öllein genügend Freiraum zum Wachsen, dient gleichzeitig als Stützfrucht und unterdrückt Unkräuter.
Die Ernte kann mit einem normalen Mähdrescher erfolgen. Sie erfolgt, wenn der Bestand zu ca. 90 % abgereift ist. Die Gefahr des Ausfalls besteht eher nicht. Wichtiger ist es, die größtmögliche Abreife abzuwarten. Mit niedriger Trommeldrehzahl (ca. 1000 U/Min) und Korb ca. 9 mm. Einstellungen für Lein finden sich in allen Tabellen für die entsprechenden Mähdrescher.
Die Saat muss umgehend gereinigt und auf 7 - 8 % getrocknet werden.

Verwendung:

Neben der Verwendung als Ölsaat, zur Gewinnung von Öl für die Ernährung, aber auch im technischen Bereich kommt Öllein auch als Backsaat oder für die Herstellung von Müsli u.a. zum Einsatz. Auch der sogenannte Presskuchen (entölte Samen aus der Ölherstellung) findet seine Verwendung in der Weiterverarbeitung zu Nahrungs- und Futtermitteln.

Anbau einjährig:

  • Aussaat Mitte März bis Mitte April
  • bis 1 cm Ablagetiefe
  • 23-25 kg Saatgut / ha
  • Reihenabstand 12 bis 15 cm
  • Striegeln bis zum Auflauf; danach im Rosettenstadium
  • Blüte Juni - Juli
  • Ernte nach ca. 90%  Abreife (Aug / Sep)
  • Standdrusch sofortige Reinigung und Nachtrocknung des Erntegutes
  • Ertrag: ca. 8 - 10 dt / ha (je nach Boden)
  • Anbaupause min. 5 Jahre!
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Förderverein “Alte Nutzpflanzen” e.V.
www.verein-fan.de

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